Untergärig vs Obergärig

Der Würze wird während der Gärung Hefe zugeführt. Aufgrund der verwendeten Hefe lässt sich Bier in zwei Kategorien einteilen – die Ober- und Untergärigen Sorten. Diese Einteilung ist brautechnisch sehr bedeutsam. Wie wir alle Wissen ist das Bier kein Produkt der Neuzeit, sondern wird schon seit Jahrhunderten produziert. Unsere Urväter konnten nicht auf unsere technischen Möglichkeiten zurückgreifen und konnten daher nur wetterabhängig brauen. Hier kommt nun wieder die Hefe ins Spiel. Obergärige arbeitet zwischen 15 und 20° Celsius, weshalb sie sich in der Vergangenheit von Frühling bis zum Herbst herstellen ließ. Die Wärme sorgt für eine starke Aroma Entfaltung, wodurch Biere wie das Alt oder Kölsch vollmundig und fruchtig. Dabei bildet die Hefe zusammenhängende Kolonien. Die Hefezellen bleiben während des Brauvorgangs untereinander verbunden und werden von dem entstehenden Kohlendioxid nach oben gedrückt. Mit der Folge, dass nach dem Brauvorgang die Hefe oben auf dem Sud schwimmt und sich leicht abschöpfen lässt.