Im Test: Bier brauen mit dem Braufässchen

Das Bierbrauset von Braufässchen verspricht Biergenuss in nur sieben Tagen(!). Weil sich das so verrückt anhört, habe ich mich frisch ins Brauvergnügen gestürzt. Eins vorweg, das Gesamtergebnis konnte wirklich überzeugen: Eine kreative Idee, unkompliziert umzusetzen und geschmacklich gar nicht schlecht.

Dazu im Interview: Wolfgang Westermeier von Braufässchen
Als Testkandidat diente das Braufässchen India Pale Ale, wobei die Hopfensorten Hersbrucker und Cascade für das nötige Aroma sorgen.

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In der Packung finden sich alle notwendigen Zutaten (außer Wasser) und Gerätschaften.
– Das 5-Liter-Fass
– Gersten-Malzextrakt
– Trockenhefe
– 1 Fläschchen Hopfenextrakt
– 2 Fläschchen Hopfenaroma
– 1 Druckventil

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Die Anleitung ist wirklich idiotensicher, ich gehe also selbstbewusst ans Werk: Zuerst das Malzextrakt ins Fass. Das Malz riecht stark nach Bonbonfabrik und ist sehr dickflüssig. Wirklich sehr dickflüssig. Es dauert ein wenig, bis sich der ganze Inhalt ins Fass ergießt. Danach wird das Fass mit Wasser aufgefüllt. Als Messbecher dient die Malz-Flasche. Kurz schütteln und das erste Teilstück ist geschafft.

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Anschließend die Hefe und den Hopfen hinzugeben und das Fass mit gut dem Druckventil verschließen. Dies ist der einzige Part, der etwas schwieriger war. Aber schließlich muss das Fass ja auch geschlossen sein.

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Und das war es auch schon. Der Bier-Ansatz ist fertig. Jetzt heißt es warten und hoffen, dass das Bier schmecken wird.

Anstich und Geschmack:

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Nachdem das IPA in Ruhe reifen konnte, folgte nach 8 Tagen der Anstich des kleinen 5-Liter-Fässchens. Das Bier hatte also einen Tag mehr Zeit.

Zu Beginn des Zapfens stand das Fässchen ordentlich unter Druck. Es bildete sich starker Schaum. Erst nach etwa 3 Gläsern Schaum, hatte ich ein schönes Glas IPA gezapft.

Das Bier hat eine leichte Trübung und im Glas bildete sich ein feine Schaumkrone, die sich leider recht schnell wieder auflöst. Der Geruch erinnert nur leicht an ein IPA, die Hopfenaromen spielen kaum eine Rolle – erkennbar ist aber eine leicht säuerliche Note.

Geschmacklich war das Bier überraschend gut. Man erkennt die Hopfenaromen, die eine Citrusnote ins Bier zaubern. Außerdem ist das Bier sehr süffig. Zwei Kleinigkeiten hätte ich mir noch gewünscht: Die Hopfenbittere wird für meinen Geschmack etwas zu wenig herausgestellt. Des weiteren hätte ich mir etwas mehr Kohlensäure im Getränk gewünscht.

Das Braufässchen gibt es auch in anderen Sorten. Schaut euch dazu doch die Braufaesschen.com an oder bestellt euer eigenes Bierbrauset auf Amazon.

1 Kommentar

  1. Markus /

    Ein Bekannter hatte das auch schon probiert und war begeistert. Dann werde ich jetzt wohl auch mal müssen …

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