Untergärig vs Obergärig
Bier wurde überwiegend in den Sommermonaten konsumiert. Aus diesem Grund überwogen in der Vergangenheit die Obergärigen Biersorten. Lediglich im Süden Deutschlands vor allem in Bayern und Württemberg wurde bereits im 16. Jahrhundert fast ausschließlich untergärig gebraut. Untergärige Hefe hingegen mag es ein wenig kühler. Sie wird kalt vergoren und benötigt zum Arbeiten Temperaturen von ungefähr 4 bis 9° Celsius. Da sich die Hefezellen bei niedriger Temperatur nicht verbinden können, sinkt sie während der Gärung nach unten und setzt sich am Boden des Kessels ab. Deshalb konnte man diese Biersorten bis zur Erfindung moderner Kühlmethoden nur im Winter oder dort brauen, wo die Möglichkeiten der Kühlung bestanden. Nach und nach setzte sich das untergärige Bier mehr und mehr durch. Diesen Siegeszug verdankt es den modernen Kühlmethoden und seinem frischen, herben Geschmack. Des Weiteren lässt es sich länger Lagern. Während einer Brauereibesichtigung kann man an seinem eigenen Wohlbefinden feststellen wie gebraut wird – Es ist entweder angenehm warm oder ein wenig zu kühl.

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