Bittereinheiten – International Bitterness Units (IBU)

Bier ist ein vielfältiges Getränk. Je nach Auswahl und Menge der Zutaten lassen sich vielfältige Geschmacksnuancen erbrauen. Eine wichtige Geschmackskomponente ist die Herbe oder auch Bitterkeit des Bieres. Diese Bitterkeit lässt sich nicht nur erschmecken sondern auch messen und bestimmen. Die Maßeinheit nach der die Bitterkeit des Bieres bestimmt wird, ist die International Bitterness Unit (IBU). Je höher der Wert, die so genannten Bittereinheiten, desto bitterer das Bier.

Verantwortlich für die Bitterkeit des Bieres ist der Hopfen. Genauer gesagt, sind es die im Hopfen enthaltenen Alphasäuren. Einfach gesagt, gibt eine Bittereinheit (BE) den Anteil der im Bier enthaltenen Alphasäure pro Liter wieder, wobei etwa 1 mg Alphasäure pro Liter Bier einer Bittereinheiten entsprechen. Die genaue Berechnung der Bittereinheiten ist jedoch weitaus komplexer.

Bittereinheiten typischer Biersorten

Auch wenn ein hoher IBU-Wert für eine höhere Bitterkeit des Bieres spricht, lässt sich das subjektive Geschmacksempfinden doch durch eine höhere Zugabe von Malz verwirren. Das bedeutet, dass schwerere Biere mit höhererm Malzgehalt einen höheren IBU-Wert aufweisen müssen, um die gleiche subjektive wahrgenommene Bitterkeit zu erreichen.

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IBU-Werte jenseits der 100 Bittereinheiten kommen relativ selten vor. Imperial oder auch Strong IPA gehen zum Teil aber auch über diese Schallmauer. So erreicht beispielsweise das Brewdog Hardcore IPA 150 Bittereinheiten. Noch weiter geht das Hoo Lawd der Dogfish Head Brauerei das mit sagenhaften 658 Bittereinhiten gemessen wurde.

Den Hopfenvogel abgeschossen hat jedoch die dänische Mikkeler Brauerei. Diese verkauft in ihrem Online-Shop ein IPA mit 1.000 IBU.

Diese Biere sind eher brautechnsiche Spielereien. Denn wirklich wahrnehmen kan man diese Bittereinheiten nicht mehr. Ab etwa 120 IBU ist bei den meisten Menschen Schluss.

Bittereinheiten unterschiedlicher Biere (Offizielle Brauereiangaben)

Die Biermarken, die vielfach aus der Fernsehwerbung bekannt sind, unterscheiden sich nur wenig voneinander. Die IBU-Werte kreisen fast einheitlich um den Wert von 30 Bittereinheiten. In der Liste der großen Biermarken macht das Jever Pilsener mit 40 Bittereinheiten schon eine Ausnahme der extra-herbe Sorte. Es scheint, dass die Brauereien, den Biertrinker hierzulande nicht viel zutrauen. Selbst das Beck`s Pale Ale reißt nicht die 30-BE-Grenze.

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 Bittereinheiten weiterer Biere (Inoffizielle Angaben)

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 Bittereinheiten der Craft-Biere

Viele Craft-Biere setzen beim Biertrinker andere Maßstäbe. Es mag an der Auswahl der gebrauten Biersorten liegen, dass die IBU-Werte zum Teil weit über den Werten der Fernsehbiere liegen. Aber sind es nicht auch die Lust an neuen Geschmackserlebnissen und das Wissen, dass es genügend Biertrinker gibt, die danach dürsten, in neue IBU-Welten vorzudringen, die zu Werten nicht nur jenseits der 40 Bittereinheiten, sondern sogar weit darüber führen? Was auch immer der Grund ist, ich danke den Craftbier-Braueren dafür.

Wer etwas mehr Hopfen in seinem Bier haben möchte, dem empfehle ich die folgende Biere:

Crew Republic – 7:45 Escalation mit 83 Bittereinheiten
Hanscraft & Co. – Backblone Splitter mit 60 Bittereinheiten

Ihr werdet es nicht bereuen.

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