Bier-Lexikon - Von A wie Alkoholfrei bis U wie Untergärig

Biersteuer

Die Biersteuer ist eine indirekte Steuer, die von den Bundesfinanzbehörden (Zollverwaltung) erhoben wird. Die Einnahmen hingegen stehen den Ländern zu. Sie ist eine indirekte Steuer, dessen Höhe sich nach dem Stammwürzegehalt des Bieres richtet. Die Steuerbemessungsgrundlage ist der Jahresausstoß der jeweiligen Brauerei. Durch ermäßigte Steuersätze werden kleinere Brauereien mit einem Ausstoß unter 200.000 Hektolitern pro Jahr gefördert. Heimbrauer dürfen bis zu zwei Hektoliter im Jahr brauen ohne Steuer zu entrichten, sind jedoch verpflichtet dies dem Zoll zu melden.


Blume

Beim Zapfen oder Einschenken eines frischen Bieres entsteht eine Schaumkrone die Blume genannt wird. Sie besteht aus einem Gemisch von Kohlensäure und Flüssigkeit. In den kleinen Gasbläschen der Kohlensäure herrscht der höchste Druck, der die Bläschen zum Platzen bringt. Teile des frei werdenden Gases dringen in benachbarte Bläschen ein und startet damit eine Kettenreaktion. Dadurch nimmt die Anzahl der Gasbläschen und damit auch die Schaumkrone ab. Mit zunehmender Dauer beschleunigt sich dieser Vorgang, da die von den Gasbläschen festgehaltene Flüssigkeit schneller abfließen kann.


Blutalkoholgehalt

Der Blutalkoholgehalt wird üblicherweise in Promille angegeben. Er bezeichnet die Menge an Alkohol im Blut. Bis der aufgenommene Alkohol im Blut ist vergeht einige Zeit. Erst nach rund einer Stunde wird das Maximum erreicht. Doch erst zwei Stunden nach der ersten Aufnahme beginnt die Leber den Alkohol abzubauen. Der Körper baut im Schnitt 0,1 Promille pro Stunde ab.


Dosenstechen

Dies ist eine Möglichkeit ein Dosenbier in relativ kurzer Zeit seiner finalen Bestimmung zuzuführen. Obwohl man normaler Weise geraume Zeit benötigt um ein Bier zu trinken, kann man mittels Dosenstechen diese Zeit auf unter 10 Sekunden drücken. Dazu muss man lediglich folgende Schritte durchführen.

1. Die auswählte Dose wird waagerecht in der Hand gehalten.
2. In die zweite Hand nimmt man einen Spitzen Gegenstand wie beispielsweise einen Schraubenzieher  und sticht damit ein kleines Loch ganz unten in die Dose. Dabei sollte man vorsichtig vorgehen, damit man nichts der kostbaren Flüssigkeit verschüttet.
3. Nun sollte das Loch mittels des gewählten Gegenstands auf Daumenstärke vergrößert werden. Auch hier ist Vorsicht geboten, auf Grund des sehr dünnen Wandmaterials.
4. Während die Dose weiterhin in waagerechter Haltung verharrt, führt man den eigenen Mund zum nun wohlgeformten Loch.
5. Nun beginnt der spaßige und auch ein wenig komplizierte Teil, da nun drei Dinge Simultan erfolgen müssen. Während man seinen Körper und die Dose aufrichtet, muss man gleichzeitig auch noch den Verschluss der Bierdose öffnen. Nicht traurig sein wenn es nicht beim ersten Mal gelingt ohne das man sich mit Bier bekleckert, es erfordert nun einmal ein gewisses Maß an Koordination.
6. Alles was jetzt noch zu tun ist: Saugen und Schlucken bis die Dose leer ist.


Flaschenöffner

Auch Kapsenheber genannt, ist ein Utensil, das durch Nutzung der Hebelkraft den Kronkorgen von der Flasche entfernt. Es gibt viele verschiedene Flaschenöffner, die sich nicht nur im Design, sondern auch in der Hebeltechnik unterscheiden. Ersatzweise kann man beispielsweise auch mit einem Feuerzeug die Flasche öffnen. Welche Arten es noch gibt eine Flasche zu öffnen, haben die Kollegen von stuff.twoday.net zusammengestellt.


Flaschengärung

Bei der Flaschengärung findet Nachgärung, Ausreifung und Anreicherung von Kohlensäure in der Flasche statt, indem man Hefe zugibt.


Gambrinus

Gambrinus gilt als als der Schutzpatron der Brauer. Er wird meist als burgundischer Fürst des 13. Jahrhunderts mit dem Namen Jan Primus (Johannes der Erste) genannt. An anderen Stellen wird er auch als König von Flandern und Brabant im 16.Jahrhundert geschildert.


Gerste

Seit rund 5000 v. Chr. findet der Gerstenanbau in Mitteleuropa statt. Ursprünglich stammt Sie aus Asien. Die bis zu 1.2 m hohe Pflanze wird anhand ihrer unterschiedlichen Ähren in zwei- und mehrzeilige Formen unterteilt. Die 2-zeilige-Sommergerste wird bei uns im März und April gesät. Nach den rund 100 Tagen bis zur Reife wird Sie hauptsächlich zur Bierherstellung genutzt. Wintergerste, die zwischen September und Oktober angebaut wird, findet kaum Verwendung in der Bierherstellung und wird hauptsächlich als Tierfutter genutzt.